Die Tränen des Regens...
Gestern ist mein Herz stillgeblieben.
Wissen Sie wo Afrika ist? Ja, genau.
Irgendwo am Ende der Welt.

Afrika ist schwarz.
Dort sind diese Kinder die so mager sind und viele Mücken an sich tragen müssen.
Man sieht fast jeden Knochen dieser Kinder. Sie haben nicht so viel Wasser und zu Essen haben sie auch nicht viel oder gar nix.
Es regnet gerade. Ich sitze in einem Münchner Caffe und trinke mein Latte Macchiato. Atme sehr schwer.

Ein unbeschreiblich schwerer Stein drückt meine Brust. Er ist so schwer wie der Himmel. Es tut so weh.
Die Bilder von gestern verschwinden nicht aus meinem Kopf. 3.000 km langer Weg. Kleine Boote, hunderte Menschen. Aus Afrika. Viele sterben an Luftverlust. Sie ersticken. Auf dem Weg nach Europa.

Viele ertrinken. 3.000 km Meereswasser. Kleine Boote. Hunderte Menschen. Jeden Tag.

Gestern ist mein Herz stehengeblieben.

Ich bin kein Menschenwesen.
Ich bin keine gute Person. Ich sitze wie gelähmt. Tage vergehen...
Bleiben Sie bitte noch einige Minuten mit mir. Hören Sie mir bitte zu.
Vergessen Sie kurz alles und bewegen Sie sich bitte nicht.

Hören Sie nur aktiv zu.

Wir Menschen, wollen lieb zu den Tieren sein. Wir wollen die Erde gut erhalten. Wir wollen Entspannung und Ruhe. Wir wollen lieben und geliebt werden.

Wir lieben die Sauberkeit. Wenn wir lächeln scheint die Sonne. Wenn die Sonne scheint sind wir glücklich. Wenn wir glücklich sind lächelt unser Herz. Die Seele schwebt leicht und zufrieden.
Wenn unsere Seele zufrieden ist würden wir am liebsten die ganze Welt umarmen und sich für immer so gut fühlen.

Liebe Mitmenschen, auf dieser Welt ist auch eine Afrika!
Sie spürt leider unsere Umarmung nicht.
Kinder in Afrika trinken und essen nicht.
Sie verhungern und verdursten. Sie sterben.

Das tut weh. Ja, sterben tut weh.

Stellen Sie sich folgendes vor: Eines Tages stehen Sie auf, drücken fest Ihre Kinder, Ihre Eltern und Bekannte. Sie setzen sich in einen Boot um 3.000 km ins Ungewisse zu fahren.
Das Ticket kostet nicht nur 2.000 $ sondern im meisten Fällen auch das Leben. Ihr Leben.
Sie und Ihre Familie verhungern und es gibt keine andere Wahl. Sie riskieren es und versuchen nach Europa zu kommen.
Lesen Sie bitte diese Sätze nochmal. Langsam, sehr langsam.
Sie zu lesen dauert nur ein paar Sekunden, aber so ein Abschied von der Familie und von dem Leben dauert sehr, sehr lange. Und tut höllisch weh.
Machen Sie bitte die Augen zu und versuchen Sie diesen Schmerz zu fühlen.
Ich musste auch mal mein Haus verlassen.
Den Schmerz fühle ich nach 20 Jahren immer noch.
Und es handelte sich nur um ein Gebäude. Nicht um Kinder, nicht um Eltern, nicht um Familie. Es handelte sich nur um ein Gebäude, dass einer zwölfjährigen ans Herz gewachsen ist.

Ich bitte Sie!

Lassen Sie Ihres Herz kurz stehen, atmen Sie tief durch, stehen wir gemeinsam auf und umarmen wir auch Afrika.

Aber so, dass sie es spürt.